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In alter Zeit erstreckte sich vom Latscher Sonnenberg bis zum Tarscher Nördersberg eine einzige Ebene, so dass man von Raminig bis Spineid hinaussehen konnte. Am Fuße des Tarscher Berges, vom heutigen Karsillegg bis zum Kleinbergl, dehnte sich der ganzen Talsohle entlang ein Dorf aus, das durch einen gewaltigen Bergsturz zugrunde ging, als ein See im Tarscher Berg ausbrach. Die heutige Tarscher Höhe ist der Grabhügel des ehemaligen Dorfes. Im Lawinacker, unter dem die Kirche liegt, ließ man nachgraben. Tatsächlich stieß man auf den alten Kirchturm, in dem noch zwei Glocken hingen. Ein Arbeiter hatte sich endlich diesem so nahe herangearbeitet, dass er mit seiner Haue eine der beiden Glocken erreichen und zum Tönen bringen konnte. Er wollte sie aus dem Turm holen, was aber nicht gelang, weil sie zu schwer waren und zu fest am Glockenstuhl hingen. Da stieß er einen Fluch aus, und schon sank er samt den Glocken in die Tiefe.


(Quelle: Winkler Robert, Sagen aus dem Vinschgau, Athesia)

 

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