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So um 1860 herum stürzten über die Felder von Ortl und Fass, zwei Höfe von Freiberg, zwei große Muren hinunter und richteten viel Schaden an, indem sie das Land ringsum verwüsteten. Dieses furchtbare Wetter hatte eine Wetterhexe zusammengebraut. Das Ganze hatte sich folgendermaßen zugetragen:

Beim Sprenger in Latschinig erschien eine Hexe und bat um die Erlaubnis, für ihren Bedarf Nüsse schütteln und sammeln zu dürfen. Der Sprengerbauer schlug ihre Bitte kurzerhand ab. Darüber war die Hexe sehr erzürnt. Kurzerhand trug sie in einem Lederschlauch Wasser hinauf bis zum Wetterkreuz in der Nähe vom „Mader Gampen“. Dort schüttete sie es aus. Sogleich brach beim schönsten Sonnenschein eine gewaltige Mure los und stürzte, alles verheerend, zu Tal. Erst auf „Platzen“ teilte sie sich. Ein Teil der Geröllmassen wälzte sich durch die Ortler Güter, der andere durch die von Fass. Beide „Gröbn“ bestehen zum Teil heute noch. Die Schuttmassen der Mure deckten die Felder zu bis hinunter zum Sprenger. Die damalige Judenhoferin wurde von der Mure mitgerissen und konnte nur mehr tot geborgen werden.

Die erboste Hexe soll ausgerufen haben: „Hätte die Freiberger Geißschelle (kleine Glocke) nicht geläutet, wäre durch einen zweiten Schlauch Wasser ganz Latschinig begraben worden.“

(Quelle: Winkler Robert, Sagen aus dem Vinschgau, Athesia) 


Kinder aus Latschinig

 

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