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Vor vielen Jahren hütete ein junger Hirt die Ziegen seines Bauern in der Nähe der Burgruine Hochgalsaun. Der Junge hatte dabei eigentlich ein herrliches Leben. Die Ziegen wussten alle guten Weideplätzchen, fraßen sich dort satt, und der Junge brachte sie täglich rechtzeitig mit vollen Eutern zum Hof zurück.

Als der Junge wieder einmal träumend auf einem Stein der einst trutzigen Burg Hochgalsaun saß, stand plötzlich ein schönes Fräulein vor ihm. Es lächelte ihn an und sprach dann zu ihm: „Du kannst mich und dich glücklich machen, nur darfst du unsere Begegnung nicht dem Bauer oder sonst jemandem erzählen.“ Der Junge, entzückt von dem schönen Fräulein, willigte bereitwillig ein. Eine Zeit lang ging es so ganz gut. Der Junge ließ Ziegen Ziegen sein und gab sich nur mehr mit dem Burgfräulein ab. Die Folge war, dass er mit seinen Ziegen immer später nach Hause kam, und der Bauer darüber immer mehr in Zorn geriet. Als er eines Abends die Ziegen wieder viel zu spät heimbrachte, und der erzürnte Bauer ihm nach dem Grund seiner neuerlichen Verspätung fragte, gab der Junge nach anfänglichem Schweigen seine Zusammenkünfte mit dem Burgfräulein zu. Am nächsten Tag machte das betrübte Burgfräulein dem jungen Hirten bittere Vorwürfe. Es sagte zu ihm: „Nachdem du dein Versprechen nicht gehalten hast, muss ich weitere 100 Jahre auf meine Erlösung warten, und du wirst dein Leben lang ein armer Hirte bleiben.“


(Quelle: Winkler Robert, Sagen aus dem Vinschgau, Athesia)

 

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