Informationen zum Datenschutz <Hier klicken>
Bei der Verwendung dieser Webseite werden Cookies angelegt, um die Funktionalität für Sie optimal gewährleisten zu können. Zudem werden personenbezogene Daten erhoben und genutzt. Bitte beachten Sie hierzu unsere allgemeine Datenschutzerklärung. Mit der weiteren Nutzung stimmen Sie diesen Bedingungen zu.
X
  GO
de-DEit-IT

Wie bereits erwähnt, stand zu Marzaun früher ein großer Bauernhof. Ein Bauer aus der Umgebung wollte dem Besitzer das Anwesen abkaufen, um daraus eine schöne Alm zu machen. Der Marzauner aber hing zu sehr an seinem Hof, um ihn zu veräußern. Aus Rache zündete der andere das Gehöft drei- bis viermal hintereinander an, so dass der Besitzer verarmte und sich gezwungen sah, seinen Besitz zu verkaufen. Wegen dieser Untat geisterte es auf der Marzauner Alm ständig. Mitten in der Nacht lief das Vieh in wildem Galopp durch den „Gampen“ bis tief in den Wald hinunter. Den Hirten standen oft die Haare zu Berg wegen der unheimlichen Dinge, die sie da zu sehen und noch mehr zu hören bekamen.  Ein unerschrockener Jäger, der trotzdem in der Marzauner Alm übernachten wollte, schoss einst keck in den wilden Lärm hinein, als er keinen Schlaf finden konnte. Der Krawall wurde deshalb nicht kleiner. Er begab sich daher in die nächstgelegene Holzerhütte, um sich dort in aller Ruhe auszuschlafen. In der Früh fehlte ihm sein großes, rotes Taschentuch. Er suchte und fand es endlich in der Almhütte, ganz durchlöchert von unzähligen Schrotkügelchen.

(Quelle: Winkler Robert, Sagen aus dem Vinschgau, Athesia)
 

PDF  Sage "Geister auf der Marzauner Alm" herunterladen


Allgemeine Infos zum Sagenprojekt "Was uns Sagen sagen" >>