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Sage: „Der Ritter von Juval“

Am Eingang ins wildromantische Schnalstal erhebt sich hoch am Berg, auf einer an drei Seiten steil abfallenden Felsenklippe, die stolze Burg Juval. Unter ihr breiten sich einige zur Burg gehörende Bauernhöfe aus, von denen stellenweise Rebgelände ins Tal hinuntergrüßen. Auf einem dieser Bauernhöfe war es früher unheimlich, denn ein Ritter von Juval ging oft des Nachts dort um. Eines Abends nun saß die Bäuerin mit ihren Kindern noch spät am Abend in der Küche und erwartete die Rückkehr ihres Mannes, der den Kastelbeller Markt besucht hatte. Da öffnete sich plötzlich die Tür und ein schöner Ritter, schwarz gekleidet, trat lautlos ein. Er trug drei Flaschen Wein bei sich, ergriff einen auf dem Tisch stehenden Becher, füllte ihn und bot ihn der Bäuerin an, doch diese wich scheu vor ihm zurück. Da reichte er den gefüllten Becher mit freundlicher Miene den verwunderten Kindern. Diese nippten anfangs nur von dem köstlichen Wein. Da er ihnen aber mundete, wurden sie zutraulicher und tranken solange davon, bis alle drei Flaschen geleert waren. Die Mutter stand verzagt daneben und wagte nicht, dagegen Einspruch zu erheben. Als der letzte Tropfen Wein getrunken war, ging am harrenden Ritter eine wunderbare Verwandlung vor sich. Er stand auf einmal schneeweiß in hellem Glanz vor ihnen, dankte für seine Erlösung und verschwand. Seitdem kehrte auf dem Hof Ruhe ein.

(Quelle: Winkler Robert, Sagen aus dem Vinschgau, Athesia)

 


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