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Als der Adel im Etschland sich durchaus vor dem Landesfürsten nicht beugen wollte und die treuen Anhänger desselben beraubte und verfolgte, beschloss Herzog Friedrich, zuerst die Starkenberger zu demütigen. Er zog deshalb vor das Schloss Hochgalsaun, das ihnen gehörte, und belagerte es, da er es wegen seiner Festigkeit nicht im Sturm nehmen konnte. Als im Schloss die Not auf`s höchste gestiegen war, erflehte die Edelfrau von Hochgalsaun, die eine Schlandersbergerin war, freien Abzug mit dem, was sie tragen könne. Sie zog alsdann mit ihrem Herrn auf dem Rücken und den wichtigsten Schriften in der Schürze von der Burg herab. Friedrich gewährte edelmütig den Durchzug. Die Burg jedoch ließ er bis auf den Grund zerstören.

(Quelle: Winkler Robert, Sagen aus dem Vinschgau, Athesia)

 

 

 

 

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